Britisches Verteidigungsministerium:
Neugestaltung der Zusammenarbeit im Bereich Verteidigungsarchitektur
Kundenübersicht: Britisches Verteidigungsministerium
Das Ministry of Defence (MoD) gewährleistet die nationale Sicherheit und steuert die Verteidigungsstrategie des Vereinigten Königreichs. Es verwaltet komplexe Programme für die Armee, die Royal Navy und die Royal Air Force und arbeitet eng mit der NATO und internationalen Partnern zusammen.
Um in diesem risikoreichen Umfeld fundierte Entscheidungen treffen zu können, benötigt das MoD klare, gemeinsame Rahmenbedingungen und eine reibungslose Teamarbeit.
Auf der Suche nach einer besseren Zusammenarbeit führte das MoD Sparx Systems Enterprise Architect und Prolaborate ein – Tools, die die Art und Weise, wie seine Architekturteams kommunizieren und zusammenarbeiten, grundlegend verändert haben.
Die Herausforderung
- Schulungen, die ihr Ziel verfehlten: Tausende Soldaten mussten wichtige Rahmenwerke wie MODAF, TOGAF und NAFv4 erlernen, doch die herkömmlichen Schulungen verliefen schleppend und schafften es nicht, die Theorie mit den tatsächlichen Anforderungen der Verteidigung zu verknüpfen.
- Geringes Engagement: Die Architekten erstellten Modelle, die nur wenige außerhalb ihres Teams zu Gesicht bekamen. Wichtige Stakeholder, von Kommandeuren bis hin zu Ingenieuren, konnten nicht erkennen, inwiefern diese Modelle für ihre Einsätze oder geschäftlichen Entscheidungen relevant waren.
- Isolierte Tools: Jeder Zweig des Verteidigungsministeriums verwendete eigene Tools, was den Austausch von Diagrammen und die Aktualisierung von Informationen erschwerte. Die Erstellung von Berichten erforderte zu viel manuellen Aufwand.
Zusammen führten diese Herausforderungen dazu, dass die Architekturarbeit isoliert blieb und nicht ausreichend genutzt wurde. Das Verteidigungsministerium benötigte einen schnelleren und klareren Weg, um Menschen, Prozesse und Informationen miteinander zu verbinden.
Die Lösung
Sparx Systems Enterprise Architect wurde zum Modellierungstool des Verteidigungsministeriums, unterstützt durch Prolaborate – eine EA-Kollaborationsplattform für die Beteiligten.
Die Architekten des Verteidigungsministeriums konzentrierten sich auf folgende Punkte:
- Einfacher Zugriff: Jeder kann nun Dashboards und Diagramme in seinem Browser einsehen. Führungskräfte benötigten keine spezielle Software, um auf dem Laufenden zu bleiben.
- Gemeinsame Überprüfungen: Webbasierte Diskussions- und Überprüfungsfunktionen ermöglichten es den Teams, Kommentare zu bestimmten Diagrammen abzugeben und Entscheidungen gemeinsam nachzuverfolgen.
- Einheitliche Dokumentation: Benutzerdefinierte Vorlagen ermöglichten die schnelle Erstellung standardisierter Berichte und Schulungsunterlagen, die direkt aus Live-Modellen generiert wurden.
- Übersichtlichere Roadmaps: Fähigkeitsorientierte Übersichten verbanden die Gesamtstrategie mit der täglichen Arbeit, sodass jeder erkennen konnte, wie Investitionsentscheidungen die Verteidigungsziele unterstützten.
Die Umsetzung
Klein anfangen: Das Verteidigungsministerium führte ein Pilotprojekt durch, bei dem bestehende Modelle hochgeladen, über Prolaborate veröffentlicht und zur breiten Begutachtung freigegeben wurden.
Mit gutem Beispiel vorangehen: Die Ausbildung wurde praxisorientiert und interaktiv gestaltet. Die Soldaten konnten auf für ihre Aufgaben relevante Diagramme zugreifen und sehen, wie sich die Architektur auf reale Szenarien auswirkt.
Standards festlegen: Ein zentrales Team erstellte Vorlagen und Prozesse, um sicherzustellen, dass alle Niederlassungen nach denselben Vorgaben arbeiten.
Skalierung: Nach ersten Erfolgen wurde das neue System im gesamten Verteidigungsministerium eingeführt und mit bestehenden Portalen wie Azure DevOps verknüpft, sodass die Teams in vertrauten Umgebungen auf aktuelle Informationen zugreifen konnten. Jede Überprüfung und jede Änderung hinterließ einen Prüfpfad, was die Einhaltung von Vorschriften und Qualitätskontrollen erheblich vereinfachte.
Das Ergebnis
Warum das wichtig ist
Durch übersichtlichere Diagramme, einfachere Schulungen und offene Zusammenarbeit gelang es dem Verteidigungsministerium, die Architektur von einer isolierten technischen Übung in ein weitreichendes Instrument für die Verteidigungsbereitschaft zu verwandeln.
Bei dieser Veränderung ging es um mehr als nur Software. Es ging darum, Menschen – Kommandeure, Ingenieure und Auszubildende – mit den Informationen und dem Kontext zu verbinden, die sie benötigten, um kluge Entscheidungen zu treffen.
Q&A
Wie hat Prolaborate die Zusammenarbeit verbessert?
Mit Prolaborate können Beteiligte Enterprise Architect-Modelle in ihrem Browser anzeigen, Diagramme direkt kommentieren und alle Überprüfungen an einem Ort einsehen. Keine statischen HTML-Dateien oder endlosen E-Mails mehr – alle arbeiten mit demselben aktuellen Modell.
Lässt sich Prolaborate in bestehende Systeme integrieren?
Ja, es lässt sich in Tools wie SharePoint und Confluence integrieren, sodass Live-Diagramme in den Systemen angezeigt werden können, welche die Nutzer täglich verwenden. Azure DevOps- und Jira-Verbindungen können zur Rückverfolgbarkeit aktiviert werden. Single Sign-On sorgt für sicheren, einfachen Zugriff.
Wie hat das Verteidigungsministerium abstrakte Frameworks verständlich gemacht?
Schulungsmodule verbanden Frameworks mit realen Einsätzen. Soldaten konnten Modelle erkunden, angefangen bei allgemeinen Übersichten bis hin zu spezifischen Systemen, wobei Architekturentscheidungen stets mit den Anforderungen der Mission verknüpft wurden.
Fazit
Die Erfahrungen des Britischen Verteidigungsministeriums zeigen, dass Technologie dann erfolgreich ist, wenn sie es erleichtert, komplexe Aufgaben zu teilen, zu verstehen und entsprechend zu handeln. Indem das Verteidigungsministerium den Fokus auf Klarheit und Einfachheit statt auf Fachjargon legte, stellte es den Beteiligten die Werkzeuge und eine gemeinsame Sprache zur Verfügung, die sie benötigten, um die Verteidigungsfähigkeit Großbritanniens aufrechtzuerhalten.
Über SparxSystems Europe
Sparx Systems Pty Ltd (Australien) wurde 1996 gegründet und ist Hersteller von Enterprise Architect, einer weltweit erfolgreichen UML-Modellierungsplattform. Enterprise Architect dient zum Entwurf und zur Herstellung von Softwaresystemen, zur Geschäftsprozessmodellierung und zur Modellierung beliebiger Prozesse oder Systeme. Enterprise Architect wird von über 1 Million Nutzern für seine Leistungsfähigkeit zu einem unschlagbaren Preis geschätzt. Enterprise Architect ist eine verständliche, auf Team-Arbeit ausgerichtete Modellierungs-Umgebung, die Unternehmen bei der Analyse, dem Design und der Erstellung von exakt nachvollziehbaren und dokumentierten Systemen unterstützt. Mit Hilfe dieses Werkzeugs werden Unternehmen befähigt, das oft sehr verteilte Wissen von Teams und Abteilungen zentral zu sammeln und darzustellen.
Um den zahlreichen Kunden in ihrer Sprache und Zeitzone bestes Service rund um Enterprise Architect bieten zu können, wurde 2004 die SparxSystems Software Europe geschaffen, die die gesamte deutschsprachige Region beim Lizenzerwerb sowie durch Training und Consulting unterstützt. SparxSystems Software Europe ist eine Geschäftseinheit der Lieber.Group.


